Europa erlebte 1740 den kältesten Winter seit 30 Jahren. Selbst große Flüsse wie die Donau oder der Rhein waren monatelang mit einer dicken Eisschicht bedeckt. In diesem Winter wurde der Architekt Peter Jeropkin mit dem Bau eines 24 m langen und 7 m breiten Palastes beauftragt.
Jeder Eisblock wurde einzeln ausgesägt und eingepasst. Anschließend goß man Wasser in die Fugen, dass sofort gefror. Letztendlich bestand der Palast aus einem einzigen Stück Eis. In ihm befanden sich nicht nur mehrere Zimmer, ein Ballsaal und Türen, sondern auch alle hochherrschaftlichen Einrichtungsgegenstände wie Betten, Matrazen, Uhren, Bilder ... usw. eben nur alles aus durchsichtigem Eis. Selbst Bäume mit Eisfrüchten und lebensecht bemalte Eisvögel fehlten nicht.
Nichts desto trotz hat die Liebe gesiegt, denn im Sommer schmolz der Eispalast, die Zarin starb und Fürst Michael und seine Frau lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.