Der 30 April ist ein ganz besonderer Tag, zumindest, wenn man eine Hexe ist oder dem Wicca Glauben angehört. Wicca ist eine heidnische Naturreligion der Liebe zum Leben und zur Natur. Sie entstand aus dem täglichen Leben derjenigen, die von der Natur wie Ackerbau treiben, Früchte sammeln und ernten abhängig waren.
Beltane, bzw. Beltaine bedeutet 'leuchtendes Feuer' und ist ein Fruchtbarkeitsfest, bei dem die mythische Vereinigung des Weiblichen und Männlichen, der Göttin mit dem Gott zelebriert wird. Aus dieser Vereinigung, die die Jungfräulichkeit der Göttin beendet, spriesst die neuerweckte Natur und symbolisiert das Wachstum von Pflanzen und Früchten, ein Füllhorn des Lebens.
Erst am Morgen des 1. Mai kehren sie alle zurück zu dem phallischen Symbol des Maibaums, um weiter zu feiern. Diesen Maibaum, oft aus einer frisch geschlagenen Birke, hatten vorher die Männer des Ortes aufgestellt und mit Bändern geschmückt. Während der Baum für das Männliche steht, symbolisieren die Bänder das Weibliche. Das Verflechten der Bänder beim Tanz zeigt dann im übertragenen Sinn die Vereinigung der Göttin mit dem Gott. Sitte ist es auch, dass die Frauen sich mit Blumenkränzen schmücken und weitere Blumenkränze den Wassergeistern in Flüssen und Bächen zuwerfen. Noch heute wird bei 'Tanz in den Mai'-Veranstaltungen die zu kürende Maikönigin mit einem Blütenkranz im Haar geschmückt.
Offiziell gibt es keine Beltane-Feiern mehr, die so genannt werden, zumindest nicht in den Veranstaltungskalendern der Städte. Dennoch feiern viele Gruppen ihre eigenen Beltanefeiern- oft auch an ganz besonderen Orten der Kraft, die es schon seit Jahrhunderten gibt.